General, Probe & Musik!

Ein kurzes Probengespräch mit GMD Florian Merz

veröffentlicht am 29. April 2022 14:21 Uhr

Bad Elster/CVG. Am Sonntag, den 1. Mai wird um 19 Uhr mit einem festlichen Symphoniekonzert die Jubiläumsausgabe des 25. Chursächsischen Sommer - Das größte Kulturfestival in der europäischen Bäderregion eröffnet. Im Zuge der derzeitigen Probearbeiten vor diesem Konzert »Vereint im Herzen Europas« haben wir den Dirigenten, GMD Florian Merz, kurz zum Programm befragt, um etwas mehr über die musikalische Orchesterarbeit im Vorfeld zu erfahren. Viel Vergnügen!

Welcher Satz oder welches Werk sticht aus diesem Programm hervor und warum?
Hervorstechen wird sicherlich die bislang unbekannte und für dieses Konzert wiederentdeckte »Jubel-Ouvertüre« des sächsischen Komponisten Carl Gottlieb Reißiger - sie endet mit der Sächsischen Hymne.

Welche Instrumentengruppe wird besonders gefordert?
Das Programm ist relativ ausgewogen, alle Instrumentengruppen sind gefordert. Die Holzbläser – Flöten, Oboen, Klarinetten und Fagotte – haben aber in allen Werken exponierteste Aufgaben, wie auch die Hörner. Gleichwohl haben die Streicher auch besondere Aufgaben.

Auf was freuen Sie sich persönlich am Konzerttag am meisten?
Auf den majestätischen Schlusschoral im Finalsatz der 3. Symphonie von Tschaikowsky: er führt das gesamte Orchester harmonisch zusammen, vereint quasi die Menschen und strahlt Frieden aus.

Welcher Komponist des heutigen Programms liegt Ihnen am nächsten?
Tschaikowsky! Ich habe von ihm fast das gesamte symphonische Repertoire dirigiert, seine Ballette und zwei seiner Opern – das ist zeitlose Romantik pur ...
Aber ich liebe auch Lehár und schätze den unbekannteren Reißiger …

Wenn nicht in Bad Elster, wo würden Sie dieses Programm gern einmal aufführen?
Aus leider gegebenem Anlass: In einem Rundfunksender. Dort sollte eine Liveübertragung an die russische Bevölkerung ermöglicht werden, damit diese gerade durch diese Musik die Kraft bekommt, den Ukraine-Krieg zu beenden und zuversichtlich in Frieden in die Zukunft zu blicken.

Herr Merz, wir danken Ihnen für dieses Probeninterview!