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Mehr zur Theatergeschichte Bad Elsters erfahren Sie im Sächsischen Bademuseum - Ein Besuch der sich lohnt!
Inhalt
Das König Albert Theater Bad Elster
Theatertradition seit 1888
Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster kann auf eine lange Theatertradition zurückblicken. Bereits 1888 begann der Spielbetrieb im „Albert Theater“ am Brunnenberg. Aufgrund der großen Publikumsnachfrage aus ganz Europa wurde darüber hinaus für sommerliche Festspiele 1911 im Waldpark das Naturtheater Bad Elster - als erstes seiner Art in Sachsen – nach Plänen des Königlich-Sächsischen Gartenbauinspektors Paul Schindel gebaut.
Das ebenfalls nur für die warme Jahreszeit errichtete „Albert Theater“ konnte bald den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht werden, denn das Heilbad strebte auffallend früh ein internationales Flair an. So verweilten vorrangig Beamte, Diplomaten, Offiziere oder Mitglieder der königlichen Gesellschaft regelmäßig im Königlich-Sächsischen Staatsbad, um ihrem gesellschaftlichen Stand gerecht zu werden bzw. sich „königlich“ zu erholen. Bei solchen Publikumsstrukturen mussten entsprechende Erwartungshaltungen berücksichtigt werden. So beauftragte die 1912 in Bad Elster gegründete Königliche Theatergesellschaft die Chemnitzer Architekten Alfred Zapp und Erich Basarke mit der Planung und dem Neubau eines modernen, repräsentativen Theaters.
Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 22. Mai 1914 das heutige „König Albert Theater“ durch Seine Majestät König Friedrich August III. von Sachsen eingeweiht. Seitdem zählt das Haus zu den bedeutendsten Hoftheatern überhaupt.
Berühmte Gäste
Im Theater wurde anfänglich nur im Sommer gespielt, von Mitte Mai bis Ende August. Dabei gastierten schon damals „chursächssiche“ Kulturpartner wie das Hoftheater aus Altenburg oder das Hoftheater aus Gera in Bad Elster. Neben der Kgl. Badekapelle, der heutigen Chursächsischen Philharmonie, gastierten hier in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts aber auch regelmäßig berühmte Theaterensembles und Künstler, wie u.a. das Königliche Hoftheater Dresden (heutige Semperoper und Staatsschauspiel), der Tenor Richard Tauber sowie die Dirigenten und Komponisten Paul Lincke und Eduard Künneke. Noch während des zweiten Weltkrieges wirkte die Sächsische Staatskapelle Dresden unter Karl Böhm bei Musikfestspielen im Elsteraner Theater und wurde nach der Zerstörung Dresdens hierher ausgelagert.
Treffpunkt König Albert Theater
Der Sächsische Finanzminister Dr. Horst Metz,
Schirmherr Prinz Alexander von Sachsen und
GMD Florian Merz bei der Wiederöffnung
am 22. Mai 2004
Genau 90 Jahre nach der Einweihung wurde dann das König Albert Theater am 22. Mai 2004 mit Albert Lortzings Oper „Zar und Zimmermann“, dargeboten von den Landesbühnen Sachsen und der Chursächsischen Philharmonie unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Merz, festlich wiedereröffnet. Das Theater ist heute Sitz der Chursächsischen Philharmonie und steht unter der Schirmherrschaft Seiner Königlichen Hoheit Alexander Prinz von Sachsen. Durch einen herausragenden Spielplan mit Musik- und Sprechtheater sowie Konzerten ist das Haus mittlerweile zum gesellschaftlichen Treffpunkt für Kulturbegeisterte im Dreiländereck Sachsen, Bayern und Böhmen avanciert. 2014 feiert das König Albert Theater unter der Schirmherrschaft von Stanislav Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, sein 100jähriges Bestehen.
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